Die Griffhaltung - Immer schön LOCKER bleiben!


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Die Griffhaltung - Immer schön LOCKER bleiben!

Beitragvon Admin » 28. Mär 2013, 00:13

Der Schläger ist für uns das Werkzeug, mit dem wir den Federball optimal ins gegnerische Feld schlagen wollen. Theoretisch ganz einfach, aber dennoch zeigt sich im praktischen Spiel, dass dies überhaupt nicht so einfach ist.

Aus dem Zielgebiet, der Geschwindigkeit, der Flugbahn, u.a. des Federballs und der eigenen Position, der Geschwindigkeit, der Stellung zum Ball, etc., ergeben sich immer wieder neue Schlagsituationen, die nicht nur mit einer Griffhaltung optimal bewältigt werden können.

Wir sind mit diesem Problem nicht alleine:
Ein Bildhauer wird auch nicht mit dem groben Beil feine Details herausarbeiten wollen. Der Golfer hat einen ganzen Rucksack von verschiedenen Schlägern, die er je nach Spielsituation einsetzt. Badelatschen wird man nicht auf einer Bergtour tragen und falls man einen dicken Pelzmantel im heißen Sommer am Strand trägt, dann ist man evtl. Model oder man hat ein ganz anderes Problem...

Situationsgemäße Griffhaltung ist also angesagt!
Eine gute Einführung bietet unter anderem die Seite http://www.badmintonbible.com/articles/grips-guide/grip-principles.php.

Der Schläger ist das Ende der Bewegungskette Rumpf-Oberarm-Unteram-Hand - und nur die Hand ist in der Lage, den Schläger letztlich in die optimale Stellung zum Ball zu bringen.

Ein paar wichtige Regeln im Umgang mit dem Schläger:

- Versuche den Schläger kontrolliert zu halten, aber dabei nicht zu verkrampfen:
Wird der Schläger im Laufe der Schlagausführung zu fest gehalten, dann wird der Schlag an Härte und Genauigkeit verlieren, da die Handmuskeln mit den Unterarmmuskeln verbunden sind und letztere, durch den zu lange und zu fest gehaltenen Schäger, zu angespannt sind. Es fehlt an Lockerheit und an Leichtigkeit, um einen kraftschonenden, "runden" Schlag ausführen zu können.

Indizien für "Verkrampfungen":
Ein Clear erfordert viel Kraftaufwand und wird zur Anstrengung.
-> Dieser Grundschlag locker ausgeführt, sollte normalerweise dutzende Male im Training hintereinander ohne große Probleme gespielt werden können.

Netzbälle werden zu hoch, zu weit ins Feld gespielt. Crossbälle und geschnittene Bälle sieht man fast gar nicht.
-> Gerade bei Netzbällen sollte der Schläger mit Daumen und Zeigefinder "dirigiert" werden, ähnlich wie es der Dirigent mit dem Taktstock macht. Unterstützt wird ein optimaler Schlag durch die Leichtigkeit, mit der das Handgelenk Abklapp- und Drehbewegungen ausführen kann. Nur so sind sehr gefühlvolle seitl. und gerade Stech-, Schnitt und Hebebewegungen möglich. Halte den Schläger in ruhigen Phasen zwischen den Ballwechsel bewußt locker in der Hand. Übe dann leichte Drehbewegungen, nimm andere Griffhaltungen ein und halte den Griff vor allem mit dem Dauem und seinem direkten Gegenüber, dem Zeigefinger. Versuche, den Schläger immer mehr in Richtung Schaft zu halten. Mache kurze aber schnellkräftige Schläge, um den Ball am Netz zu töten.

Harte Schläge (Smash, Clear) können nur durch Drehbewegungen des Ober- und Unterarms wirklich effektiv ausgeführt werden. Unterstütze dies durch die entsprechende Griffhaltung.
Mit dem sog. Bratpfannengriff kann man am Netz im Vorhandbereich evtl. den Ball gerade nach unten spielen. Das wars aber dann auch schon - zu mehr ist der Griff nicht zu gebrauchen. Ein Clear oder ein Smash mit dieser Griffhaltung sieht dann aus, als ob der Spieler Holz hacken würde oder - wie vielleicht in früheren Leben - sein Geld als Henker verdienen würde. Oft steht die Schulter während der gesamten Schlagausführung parallel zum Netz. Zwar kann auch mit dieser Technik eine relativ hohe Schlägergeschwindigkeit erreicht werden, jedoch gilt dies meist nur in unbedrängten Situationen. Steht der Spieler jedoch unter Druck und kann nicht optimal zum bzw. unter den Ball kommen, dann offenbart sich sehr schnell die schwäche der Technik: kurze und schnellkräftige Bewegungen sind kaum möglich, da die Geschwindigkeit aus der Armstreckbewegung erzeugt wird, die nunmal eine gewisse Zeit erfordert. Eine entsprechende Drehbewegung vom Ober- und Unterarm ist schneller bzw. "explosiver". Jedoch muß der Griff dann so gehalten werden, dass die Schlägerschlagfläche im Treffpunkt mit dem Ball in Richtung Netz zeigt. Das ist mit dem Bratpfannengriff nicht hinzubekommen. Für Rückhandschläge ist der Griff zudem völlig unbrauchbar.
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